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30.03.2019Ortrud Ross: Science Fiktion
von
Ulrich Friedrich Koch
Montag, 8. Juli 2030

Ich bin jetzt 77 und wohne auf der Westseite des Gärtnerweges. Es ist 6 Uhr morgens und ich stehe auf. Die Sonne scheint und es sind jetzt schon 22 Grad. Nur um diese Zeit kann ich noch die Terrassentür zum durchlüften aufmachen. Über Alex gebe ich meinen Kindern in Wiesbaden und Seeligenstadt Bescheid, dass ich heil und gesund aus dem Bett gekommen bin. Ich bereite mir mein Frühstück zu und sehe mir über den Monitor an, was im „Darmstädter Echo“ und „Bergsträßer Anzeiger“ neues an Lokalnachrichten steht. Inzwischen ist mein Roboter Elyas, er sieht aus wie Elyas m'Barek, damit beschäftigt den Gärten zu wässern. Nach dem Frühstück packe ich meine Radsachen zusammen und schwinge mich auf mein Pedelec. Ich fahre zum Bahnhof und mit dem Zug nach Bensheim. Am Bahnhof steht jetzt ein runder Parkturm für Fahrräder. Man checkt mit dem Smartphone ein, schiebt das Rad auf den Verteiler und es wird eingeparkt. Zurück löst man es wieder aus. Mieträder kann man hier auch anfordern. Zum Glück hat man die Schotterflächen neben den Bahnsteigen inzwischen begrünt und einige Amberbäume, robust und trockenresistent, gepflanzt. Der Schotter hatte den schattenlosen Bahnsteig oft noch weiter aufgeheizt und die vielen Kippen waren auch kein schöner Anblick. Ich habe mein Landesticket für 365 Euro/Jahr mit dem ich in Hessen und bis nach Führt und Worms fahren kann. Mit den Montagsradlern vom ADFC Bensheim fahre ich an den Rhein zum „Fährhaus“. Zur Sandbank im Rhein davor könnte ich durch nur knöcheltiefes Wasser watet. Zurück bin ich gegen 17 Uhr. Auf dem Radschnellweg ab Heppenheim bin ich jetzt sehr flott wieder in Bickenbach. Das Gelände hinter meinem Garten ist inzwischen bis zu den Pflegeheimen bebaut. Direkt hinter meinem Garten ist eine kleine Freifläche mit Spiel und Trainingsgeräten für Jung und Alt. Daneben ist eine schattige Sitzgruppe wo sich gegen Abend ein paar Nachbarn einfinden. Fast alle bringen was zu Essen und zu trinken mit und es wird ein lustiger Abend.



Dienstag, 9. Juli 2030

Wieder so ein heißer Tag mit Temperaturen an die 40 Grad. Es hilft alles nichts, ich muss nach Darmstadt, wo ich dienstags die Leitung des Darmstädter Lauftreffs habe. Ich bestelle mir ein E-Carsharing Auto das selbstständig zu meinem Haus fährt und fahre nach Darmstadt. Ein eigenes Auto habe ich schon seit Jahren nicht mehr. Ich suche eine schattige Stecke durch den Wald aus. Morgens geht das noch. Meine Jogging-Gruppe ist sehr gemütlich geworden und sehr weit kommen wir nicht mehr. Zum Mittagessen bin ich mit einigen alleinstehenden Damen im Restaurant hinter dem Rathaus verabredet. Ich nehme mein Rad und pünktlich um 12:30 Uhr kommt der Bürgerbus und alle Damen, die nicht mehr bis hierher laufen oder Radfahren können steigen aus. Ein eigenes Auto hat kaum noch jemand – es ist einfach zu teuer und unpraktisch. Irgendwann hat man erkannt, dass auch E-Autos den Verkehr, Staus und zugestellte Flächen nicht reduzieren, sondern nur weniger Autos. Als ich nach Hause komme, hat Elyas alles gesaugt und geputzt und ich kann es mir mit meinem E-Book bequem machen. Bevor ich ins Bett gehe, lasse ich mir von Elyas noch den Rücken massieren. Diese Programmierung hat mich einen ganz schönen Aufpreis gekostet!



Mittwoch, 10. Juli 2030

Heute Morgen treffe ich mich mit meiner Walkinggruppe am Bürgerhaus. Inzwischen schaffen wir es nur noch bis zum Kaiserstein, aber besser als nichts. Auf dem Heimweg radle ich noch am örtlichen Gemüseladen vorbei und decke mich mit Zutaten fürs Mittagessen ein. Heute koche ich selbst. Elyas schneidet auf der Terrasse die Zwiebeln. Er muss da wenigstens nicht heulen. Am Nachmittag muss ich noch einen Sack Erde und Blumengestecke auf den Friedhof bringen. Das ist nichts fürs Rad. Ich bestelle den Bürgerbus. Er fährt 10 Minuten später vor. Ein Bekannter aus der Bahnhofstraße sitzt schon drin. Er will nach Alsbach um jemanden in der Hirschpark-Klinik zu besuchen. Ich gebe noch per Sprachsteuerung den Friedhof als Zwischenhalt an und schon geht es los. Zurück gehe ich zu Fuß durch Bickenbach. Die Darmstädter Straße wirkt mit den neuen Bäumen und kaum noch Autoverkehr richtig einladend. Ich trinke in dem Café gegenüber der Apotheke einen Kaffee. Die Straße ist jetzt gepflastert wie der Gärtnerweg. Die B3 wurde vor 4 Jahren auf die Berta-Benz-Straße verlegt und wo sie auf die alte B3 trifft ist jetzt eine abknickende Vorfahrt. Im Ort sind fast nur noch Fußgänger, Radfahrer, einige E-Autos und der Bürgerbus unterwegs. Das Abstellen auf der Straße und öffentlichen Parkplätzen ist überall zeitlich begrenzt und ganz schön teuer geworden. Viele Parkplätze wurden mit Wohnungen bebaut und begrünt. Auch der Parkplatz hinter dem Rathaus ist zu einem großen Teil einem Spielpark gewichen. Endlich mal ein attraktiver Spielplatz in Bickenbach! Das Neubaugebiet in der Ortsmitte hat einen schönen Innenhof mit viel Grün, der zum Verweilen einlädt. Hier ist eine Wohnanlage mit 1-2 Zimmerwohnungen entstanden, die von Singles von Studenten, aber vorwiegend von Rentner bewohnt wird. Im Erdgeschoss befinden sich jetzt ein syrisches Restaurant/Café und Gemeinschaftsräume für die Bewohner. Sie haben hier Hausmeisterservice und Putz- und Pflegedienst. Ich nehme mir noch das Seniorenprogramm mit gehe nach Hause. Heute Abend habe ich noch Gymnastik in der Sporthalle.



Donnerstag, 10. Juli 2030

Heute Morgen ist das Fitness-Center in Pfungstadt dran. Mit dem neuen Ringbus über Pfungstadt, Erfelden und Gernsheim nach Bickenbach komme ich jetzt auch in 10 Minuten hin, aber heute ist das Pedelec dran. Ich fahre die Pfungstädter Straße raus zur Autobahnauffahrt. Vor dem Sportplatz steht noch die Mitfahrerbank nach Pfungstadt aus der Zeit, als es noch keinen Bus nach Pfungstadt gab. Im Autocenter hier kann man ein jeweils passendes Auto mieten, z. B. ein großes Urlaubsauto für die Fahrt nach Italien. An dem Stück Berta-Benz-Straße zur Autobahnauffahrt hoch ist jetzt ein Radweg. Die Ampel auf dem Radweg von Jugenheim nach Pfungstadt schaltet jetzt auch automatisch auf Radfahrer-Grün wenn sich ein Radfahrer nähert. Zurück fahre ich über den Erlensee. Der Weg Nr. 17 ist jetzt auch für Radfahrer gut ausgebaut und hat einen glatten Belag. Zurück fahre ich noch zum Senioren-Zentrum um alte Freunde zu besuchen. Hier ist jetzt alles zusammen: Pflegeheime, betreutes Wohnen und Tagespflege. Ein Roboter bringt gerade Kaffee und Kuchen zu den Bewohnern. Daneben wurde eine Freizeitanlage mit Trainingsgeräten und Sitzgruppen eingerichtet. Hinter der Anlage ist die abgezäunte Hundespielwiese. Hier dürfen sich die Hunde ohne Leine austoben und ihr Geschäft erledigen.



Freitag, 11. Juli 2030

Heute ist wieder mal eine medizinische Analyse fällig. Ich klebe ein Medizincheck-Pflaster auf meinen Arm und die Daten werden gleich in unser Ärztezentrum übermittelt. Dort teilen sich drei Ärztinnen eine Praxis. Danach ist Jogging-Treff am Alsbacher Schloss. Der Bürgerbus sammelt uns in Bickenbach und Alsbach ein und fährt uns zum Schloss hoch. Als wir von unserer Runde zurückkommen, ist er schon da, hat die Walker ausgeladen und nimmt uns mit nach unten. Nach dem Duschen radle ich mal zur Pfarrtanne. So ab und an muss das mal sein. Aber seit wir wieder eine Metzgerei mit großer Käseabteilung im Ort haben ist das nur noch selten nötig. Dafür kann ich hier gleich zu Mittag essen. Zuhause angekommen schicke ich Elyas zur Eisdiele. Er schickt mir ein Foto der Eis Theke und ich suche mir zwei Sorten heraus. Kurz darauf kann ich mein Eis aus dem Pfandbecher löffeln. Am Nachmittag kommt noch der Installateur und das defekte Steuerungsgerät meine Heizung auszutauschen. Der Eritreer kam 2015 als Flüchtling nach Bickenbach und hat eine Ausbildung zum Heizungsinstallateur absolviert. Nachdem der Firmenbesitzer 2027 in Rente ging, hat er den Betrieb übernommen.



Samstag, 12. Juli 2030

Samstagsmorgens ist erst mal schwimmen angesagt. Ich fahre mit dem Rad zum Jugenheimer Schwimmbad. Im Schwimmbad wird jetzt durch Solar, Erdwärme und Wärmetauscher so viel Energie erzeugt, dass sie an schönen Sommertagen auch noch die Nachbarschaft mitversorgen können. Ich arbeite noch ein wenig im Garten. Wo gerade Schatten ist, geht das.



Sonntag, 13. Juli 2030

Heute führe ich eine Wanderung. Mit dem Zug fahren wir nach Birkenau und wandern nach Fürth. Dort ist jetzt eine Seilbahnstation im Bau. Von Frankfurt nach Darmstadt kann man schon seit 2028 mit der Seilbahn fahren. Dafür wurde auf dem Main mit direktem Zugang zur Alten Brücke eine Seilbahnstation gebaut. Das erste Teilstück kommt von Königstein nach Frankfurt. Mit einer Zwischenstation in Langen ist dadurch eine direkte Verbindung zum Darmstädter Oberfeld entstanden. Jetzt soll sie noch nach Reinheim, Fürth und Oberzent weiter gebaut werden. Eine schöne Lösung für alle Fußgänger und das Rad passt auch noch in die Gondel. Zum Abschluss sind wir noch im Biergarten vom Bickenbacher Tennisclub.



Dieser Bericht ist eine Vision und erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit. Aber alles, was hier erwähnt wird, gibt es schon irgendwo. Er soll nur mal anregen über ein Leben in Bickenbach im Jahre 2030 nachzudenken und Visionen sind der erste Schritt.


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