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01.03.2019BI Ortsmitte Bickenbach: Veranstaltung Architektur und Ortsentwicklung
von
Ulrich Friedrich Koch
Am 28. Februar 2019 gab es eine Diskussionsveranstaltung der BI Ortsmitte Bickenbach zum Thema 'Architektur und Ortsmitte' im Bürgersaal des Rathauses.




Im Darmstädter Echo wurde diese Veranstaltung am 27. Februar 2019 mit untenstehendem Artikel angekündigt:





Trotz ungünstigem Termin zeitgleich mit der diesjährigen 'Weiber-Fastnacht' war der Saal mit etwa 120 Gästen gut gefüllt.

Der Sprecher der BI Marc Lyachenko moderierte die Veranstaltung. Nach seiner Begrüßung und Einleitung stellte der Architekt und BI Aktive Helmut Erzgräber-Lamm dem Auditorium aus seiner Sicht einige gelungene und viele schlechte Beispiele für Bauprojekte der letzten 30 Jahre in Bickenbach vor. Dem wurden gute Beispiele für Ortsentwicklung aus anderen Gemeinden in Deutschland und Östereich gegenüber gestellt. Kritisiert wurden von Erzgräber-Lamm, dass die Dorfentwicklungsplanung der Bickenbacher Gemeinde aus den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts nicht weiterentwickelt bzw. fortgeschrieben worden ist. Bezogen auf den Bebauungsplan für die 'Neue Mitte' hätten es die politischen Gremien versäumt, selbst Vorstellungen zu entwickeln, wie sich unsere Gemeinde, vor allem im Zentrum, weiter entwickeln sollte. Weder wurde dafür fachliche Hilfe gesucht noch habe man der Bürgerschaft alternative Planungsvorstellungen für eine gute Entscheidungsfindung präsentiert.

Die BI hatte als Gast den Frankfurter Architekt Stefan Forster als Fachmann unabhängig von den politischen Konstellationen in Bickenbach geladen. Von ihm war eine Kommentierung und Bewertung des vom Investor Schlossallee geplanten Bauprojekts in der Ortsmitte erbeten worden.
Stefan Forster kritisierte an der Investorenplanung, dass sie keinerlei Bezug zur umgebenden Bebauung aufweise. Das Projekt könne genauso gut für ein Stadtteil von Düsseldorf entworfen worden sein. Aus seiner Sicht sei das größte Problem nicht die bauliche Verdichtung von Bauprojekten in Zentren kleiner Ortsschaften, sondern deren mangelhafte Einfügung in die umgebende Bebauung. Bickenbach habe noch Potenzial, um den Charakter des Ortskerns weiterzuentwickeln und hervorzuheben. Seiner Erfahrung nach bestimme gelungene Architektur das Wohlfühlen der Ortsbewohner, schlechte Architektur sorge immer wieder für schlechte Laune. Um dieses Ziel für die Ortsmitte zu erreichen hätte man im Vorfeld der Beschlussfassung über den Bebauungsplan einen Wettbewerb durchführen können oder Architekturfachbereiche der Hochschulen v.a. aus Darmstadt an der Planung beteiligen können.
Während der anschließenden Debatte äußerte er Unverständnis für den geringen Verkaufspreis pro Quadratmeter Bauland in der Ortsmitte. Dieser müsse sich doch vor allem beziehen auf die durch den Bebauungsplan ermöglichte sehr viel höhere Ausnutzung der Grundflächen für den Investor.

In der anschließenden Debatte wurde aus dem Publikum Kritik geäußert an
  • fehlenden Planungsalternativen zum Schlossallee-Projekt

  • der Missachtung von Eingaben aus der Bürgerschaft zum Bebauungsplan

  • der Missachtung des Appells für ein einjähriges Moratorium vor der Beschlussfassung über den Bebauungsplan am 25.01.2018

  • der Missachtung der aus der Bürgerschaft vorgetragenen Wünsche und dabei an das Bauvorhaben der Firma Intersnack für ein Hochregallager im Jahr 2015 erinnert

  • der Niederlegung der Gaststätte 'Zur Rose'
und nach
  • der Möglichkeit von Korrekturen an der Planung für die 'Neue Mitte'

  • dem Stand der seitens der BI verfolgten Normenkontrollklage

  • dem Stand der Baugenehmigung für das Schlossallee-Projekt

  • den verbliebenen Handlungsoptionen für die Kritiker*innen der Schlossallee-Planung
gefragt.

Bezogen auf das laufende Normenkontrollverfahren wurde auf ein nicht unerhebliches finanzielles Risiko der Gemeinde Bickenbach hingewiesen. Falls der beschlossene Bebauungsplan zur Ortsmitte für rechtswidrig erklärt werden sollte, könnte der Investor Schadensersatz bei der Gemeinde geltend machen.

Die Veranstaltung wurde beendet mit der Ankündigung seitens der Bürgerinitiative, sich in einer weiteren öffentlichen Veranstaltung mit den Verkehrsproblemen in Bickenbach, nicht nur aber auch bezogen auf die Folgen einer Realisierung des Schlossallee-Projekts, auseinander zu setzen.



Siehe auch die Berichterstattung über die Veranstaltung auf der Homepage der Bürgerinitiative Ortsmitte Bickenbach: Hat die SPD etwas gelernt?.



Am 2. März 2019 berichtete das Darmstädter Echo über die Veranstaltung:




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