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03.12.202013. Bürgermeisterwahl 1999
von
Ulrich Friedrich Koch

Link zum Register 40 Jahre grün-alternative Politik in Bickenbach




Nach drei Jahren Amtszeit des neuen Bürgermeisters Martini gibt es in den Reihen der Grünen deutliche Kritik an seiner Arbeit.
Im Februar 1997 zirkuliert ein Papier dazu unter den Grünen unter dem Titel: Was macht Herr Maier? (Diese Frage war einer seinerzeit gängigen Formel nachempfunden, die eine gewisse kabarettistische Rolle spielte.)





Im März 1998 stellt der SPD-Ortsverein Uwe Daum als seinen Kandidat für das Bürgermeiteramt auf.

Mitte September 1998 folgt der Ortsverband der Grünen mit der Nominierung von Klaus Peter Creamer.

Dem geht eine ausführliche Diskussion über Sinn und Zweck einer eigenständigen Kandidatur und eine Positionierung zum Wirken des amtierenden Bürgermeisters Martini voraus. Hier einzelne Debattenbeiträge:

"Er hält eine Kandidatur der Grünen für notwendig um zu signalisieren, das die Grünen in Bickenbach Alternativen zu bieten haben.
Dem Amtsinhaber Martini muß attestiert werden, daß seine Arbeit nicht so gut ist, wie sie sein könnte und sollte:
  • Beschlüsse der Gemeindevertretung müssen schneller umgesetzt werden. Man gewinnt den Eindruck, je weniger er diese Beschlüsse gut findet, desto länger dauert deren Umsetzung.
  • Ökologische Fragen werden nicht ernst genommen. So gab es bezüglich der langjährig praktizierten Aktion 'Mehr Grün für Bickenbach' in diesem Jahr eine Fehlanzeige.
  • Es fehlt an einer klaren, ausgewogenen Entwicklungsperspektive für die Gemeinde speziell über die Folgen diverser Planungen zum Beispiel für die Infrastruktur der Gemeinde.
  • Es fehlt an einer offenen Darstellung von Themen und Problemstellungen. So werde nach wie vor beispielsweise um die Pläne für die Gestaltung des Bahnhofvorplatzes Geheimniskrämerei betrieben.
  • Nachhaltig sei der wenig sparsame Umgang mit dem Geld zu kritisieren.
'Grüne' Gründe für eine Kandidatur sind die derzeitig feststellbaren Defizite in der Umweltpolitik, bei der Planung des Rathausvorplatzes und des Bahnhofsvorplatzes und nicht zuletzt bei der Verbesserung von Stil und Umgangsformen. Die Grünen in Bickenbach müssen ihre Profil verbessern. Unsere Arbeit kommt nicht so richtig rüber - andere ernten, was wir gesät haben."

"Ihre Erfahrung ist, daß man mit Martini nicht gut arbeiten kann. Unter Martini findet eine Leitung der Verwaltung nicht statt."

"Sie will aus persönlichen Gründen nicht kandidieren. Hier im Ort steht man auf dem Präsentierteller und wird leicht angefeindet. Wenn ihre Kinder älter sind, wäre für sie eine Kandidatur eher denkbar. Sie gibt zu Bedenken, daß Martini eine gute Außenwirkung hat. Sie hat Hochachtung vor Klaus-Peter's Bereitschaft zur Kandidatur. Unter Umständen festigen wir dadurch Martini's Position."

"Sie sieht die Notwendigkeit für eine andere Politik. An Martini gefällt ihr nicht, wie er Dinge auf die lange Bank schiebt."

"Er plädiert dafür, zu den Kandidaturen von Martini und Daum unbedingt eine grüne Alternative zu bieten. Spätestens nach dem Agieren von Martini im Zusammenhang mit der Einstellung einer Vertretungskraft für die Jugendpflegerin (wg. Schwangerschaft und Erziehungsurlaub) hat er jegliche Illusion über dessen Fähigkeiten zur Verwaltungsführung verloren. Bei der Einstellung der Nachfolgerin für Dagmar Zeiß als Frauenbeauftragte hat Martini wenig Offenheit gegenüber der Gemeindevertretung im Sinne einer Beteiligung gezeigt. Von Sicherheit, Klarheit und Souveränität in seiner Amtsführung ist da nichts zu spüren."


(alle Zitate aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung des grünen Ortsverbandes vom 16. September 1998)



Berichterstattung im Darmstädter Echo am 25. September 1998



Anke Hofmann interviewt Bürgermeisterkandidat Klaus Peter Creamer, veröffentlicht im Bickenbacher Magazin, Heft 72, Juni 1999



Klaus Peter Creamer veröffentlicht drei Wahlbriefe an die Bickenbacherinnen und Bickenbacher, die im Sommer 1999 gemeindeweit verteilt werden:






Am Wahlkampf-Stand in der Darmstädter Straße im Sommer 1999: Bürgermeisterkandidat Klaus Peter Creamer gemeinsam mit Manuela Aßmus und Anke Hofmann (im Vordergrund v.l.n.r.)





Klaus Peter Creamer: Bickenbach zuliebe, veröffentlicht im Bickenbacher Magazin, Heft 73, September 1999




Berichterstattung im Darmstädter Echo am 1. September 1999



Ergebnis der Bürgermeister-Wahl am 05.09.1999



Bürgermeister Martini entscheidet die Wahl bereits im ersten Durchgang mit 62,5% überaus deutlich. Gegenüber dem Erst-Durchgang der Bürgermeisterwahl 1993 gewinnt er mit 1.700 absolut 753 Stimmen, prozentual 22,4% dazu.
Die SPD verliert mit ihrem Kandidaten gegenüber 1993 absolut 322 Stimmen, prozentual 18%. Das ist fast ein Drittel ihres damaligen Wähler*innen-Potenzials.
Klaus Peter Creamer erreicht 237 Stimmen. Das sind 72 Stimmen bzw. 4,4% weniger, als der grüne Kandidat 6 Jahre zuvor gewinnen konnte.
Der Vergleich mit dem Ergebnis der Kommunalwahl 1997 zeigt, dass Günter Martini Stimmen aus allen politischen Lagern gewonnen hat.



Auszug aus dem Kommentar von Claus-Peter Haller: Martini macht das Rennen zur Bürgermeisterwahl im Darmstädter Echo vom 6. September 1999, hier abgedruckt im Bickenbacher Magazin, Heft 74, Dezember 1999





Die Frustration bei den Grünen ist ziemlich groß. Man ist mit einem guten Kandidaten ins Rennen gezogen, hat gute Argumente, der Wahlkampf lief gut. Trotzdem hat man gegen den Amtsinhaber keine Chance. Im November debattiert die Mitgliederversammlung über die politischen Lehren daraus.

"Auch nach der 'verlorenen' Bürgermeisterwahl, bei welcher Amtsinhaber Günter Martini deutlich über 60 % der Stimmen auf sich vereinigen konnte, darf das Feld nicht CDU und SPD überlassen werden. Gerade die aktuellen Ereignisse um den Rathausvorplatz / Die Jagdschlossanlage zeigen wieder, wie wichtig eine 'dritte' Kraft ist, die weder machtbesoffen, noch desillusioniert/kleinkariert solide Kommunalpolitik betreibt."

(Zitat aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung des grünen Ortsverbandes vom 16. November 1999)






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